Traumatherapie

Traumatherapie

Trauma ist ein starkes Wort, beinhaltet es doch eine Art Endgültigkeit und einen Bezug zu schwerwiegenden Erfahrungen von Gewalt, Krieg, Naturkatastrophen etc. Ein Mensch, der „traumatisiert“ ist, wird dieses Trauma nicht mehr los, ist stigmatisiert. Dem ist nicht so. Traumata können als Teil der persönlichen Biographie und Identität  integriert werden. Und sei versichert: Wir alle sind irgendwann einmal auf die eine oder andere Weise traumatisiert bzw. verletzt worden. Seelische Verletzungen gehören zum Leben dazu, sie sind nicht krankhaft.

Sehr viele Menschen sind vor allem aufgrund ihrer (früh)kindlichen Lebens- und Beziehungserfahrungen traumatisiert. Derartige tiefsitzende Erfahrungen prägen unser Verhalten und Wahrnehmung häufig ein Leben lang. Dessen sind sich die meisten Menschen nicht bewusst mit der Folge, dass sich erfüllte Beziehungen oder beruflicher Erfolg nicht einstellen.

Traumata ziehen einschränkende Verstrickungen, Prägungen und Verhaltensmuster nach sich. Wenn ein Mensch zum Beispiel als Kind von seiner Mutter abgelehnt und dadurch traumatisiert wurde, kann es sein, dass als Folge sich eine symbiotische Fixierung auf die Mutter ergibt. Das innere Kind versucht dauerhaft, doch noch zur Mutter durchzudringen und ihre Liebe zu erhalten. 

So können erfüllte Beziehungen ein Leben lang verhindert werden, da keine wirkliche Loslösung von der Mutter passiert. Problematisch ist hier weniger das Trauma, sondern das Muster der Fixierung als Folge davon. Diese Muster können erkannt und gelöst werden. Heilung kann daraufhin passieren.

Eine sehr effektive Methode besonders zur Integration vorgeburtlicher und (früh)kindlicher Traumata ist die Anliegenmethode nach Franz Ruppert auf der Grundlage der identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT). Diese besondere Form der Aufstellungsarbeit und Traumatherapie ermöglicht ein echtes Erkennen von Verstrickungen, Prägungen und Verhaltensmustern. Also nicht ein lediglich intellektuelles Verständnis, sondern ein wirkliches Erfahren dessen, was bremst und uns nicht weiterkommen lässt in unserem Leben. Indem wir dies tatsächlich realisieren, können wir es loslassen. Ich unterstütze Dich, aus Deiner Traumabiographie auszusteigen und Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Anwendungsfelder:

  • Transgenerationales (vererbtes) Trauma: Traumata unserer Vorfahren können genetisch vererbt werden und erklären scheinbar grundlose Verhaltensweisen und Ängste. Trauma-Aufstellungen nach der Anliegenmethode helfen Dir, Dich dieser bewusst zu werden und damit zu lösen.
  • Vorgeburtliches Trauma und Geburtstrauma: Vorgeburtliche Erlebnisse und auch Traumata rund um die Geburt werden erinnert und beeinflussen die Entwicklung und das Verhalten des späteren Menschen nachhaltig. Finde mithilfe der Anliegenmethode heraus, wie Deine Erfahrung im Mutterleib war und wie diese Dein jetziges Leben beeinflusst.
  • (Früh)kindliches Trauma: Kinder haben eine außerordentliche Begabung, elterliche Bedürfnisse und Stimmungslagen nonverbal zu erfassen und sich zu eigen zu machen. Sie machen sich „unsichtbar“, wenn sie nicht gewollt wurden; sie stützen Eltern, die selbst traumatisiert sind oder versuchen, deren Erwartungen – oft vergeblich – zu erfüllen. Und erkranken dabei. Weil sie als Kind Schutz, Geborgenheit und bedingungslose Liebe gebraucht hätten, die ihnen ihre Eltern nie geben konnten.
  • Bindungstrauma, Symbiosetrauma: Traumatisierte Eltern können keine emotionale Bindung zu ihren Kindern herstellen, die Kinder fühlen sich abgelehnt, ein Schmerz, der auch das Erwachsenenleben bestimmt und stabile Beziehungen und emotionale Nähe oft verhindert. Dadurch dass keine gesunde emotionale Bindung zustande kommt, fühlen sich die Kinder in ihre Eltern über die Massen hinein und machen sich deren Traumagefühle oft zu eigen, nur um irgendwie eine Verbindung herzustellen. Als Erwachsene tragen sie die elterlichen Traumagefühle noch ein Leben lang mit sich. Im Rahmen der Aufstellungsarbeit lernen wir, diese Gefühle zu identifizieren und loszulassen.
  • Identitätstrauma: Die geschilderten Traumaformen führen bei Kindern zu psychischen Aufspaltungen, zu Ich-Verlust, Desorientierung und Unklarheiten in den eigenen Lebenszielen. Das Ziel der Aufstellungsarbeit ist es, Deine Identität zusammenzusetzen. Dabei unterstützt Dich auch mein Identitäts-Coaching.
  • Trauma im Erwachsenenleben (Verlust geliebter Menschen, Gewalt, Krankheit, Unfälle). Auch aktuell erfahrene Traumata werden im Rahmen der Anliegenmethode erfolgreich integriert.

Jede schwierige Situation, die du jetzt meisterst, bleibt dir in der Zukunft erspart
(Dalai Lama).